Zwei neue Stimmen bei Zebralog
Michi und Elena blicken auf ihre ersten 100 Tage
Auch bei Zebralog gilt: Die ersten 100 (Arbeits-) Tage sind ein guter Zeitpunkt, zurückzuschauen – und neugierig nach vorne zu blicken. Wir haben unsere beiden neuen Kolleg*innen Michael und Elena gefragt, wie sie ihre ersten Monate bei uns erlebt haben.
Hundert Tage gelten oft als symbolischer Meilenstein: Man kennt die Wege im Büro, die Abkürzungen in Projekten und die ersten Routinen im Arbeitsalltag. Vor allem aber hat man ein Gefühl dafür, wie das neue Umfeld tickt. Auch bei Zebralog gilt: Die ersten 100 (Arbeits-) Tage sind ein guter Zeitpunkt, zurückzuschauen – und neugierig nach vorne zu blicken.
Wir haben unsere beiden neuen Kolleg*innen Michael und Elena gefragt, wie sie ihre ersten Monate bei uns erlebt haben.
Michi – „Mit Spaß und Energie Beteiligung durchführen“
Eines unserer Leitbilder lautet: „Wir gestalten Beteiligung, die Wirkung zeigt.“ Hast du in deinen ersten 100 Tagen ein Projekt erlebt, in dem genau das spürbar wurde?
Michi: Ja, ich denke schon. Ich bin zufällig in die Nebenmoderation beim Klimaplan Bonn gerutscht – mit gelosten Bürgerinnen und Bürgern, die danach noch einmal zufällig Themen zugeteilt bekommen haben.
Das war schön zu sehen: Diese Gruppen regulieren sich oft selbst, holen sich gegenseitig zurück, wenn jemand abschweift.
„Erfolgreiche Beteiligung heißt für mich, dass Menschen nach Hause gehen und denken: Das hat wirklich etwas gebracht. Dem hat sich jetzt jemand angenommen oder mir wurde zumindest zugehört.“
Es geht auch um das Erlebnis, dass sie ihre Blasen verlassen und spüren, wie vielfältig die Gesellschaft ist. Dass andere Menschen ganz anders auf ein Thema schauen – das ist Wirkung.
Zebralog versteht sich als „kritischer Partner“. Wie hast du diese Haltung bisher im Team oder in Projekten erlebt?
Michi: Ich finde, das ist wirklich spürbar. Wir verstehen uns nicht als klassische Full-Service-Agentur, die hübsche Bilder liefert, sondern als Partner auf Augenhöhe. Wir beraten aus Erfahrung und mit Professionalität und sagen auch, wenn wir etwas anders einschätzen. Wir sind quasi Stakeholder für diejenigen, die es zu beteiligen gilt.
„Wir reden ehrlich mit unseren Auftraggebern – nicht, um besser zu wissen, sondern um gemeinsam gute Lösungen zu finden.“
Das klappt nicht immer, aber es wird jedes Mal versucht.
Du bist bei uns im Fachbereich Mobilität und Verkehrsinfrastruktur tätig. Das sind gerne mal sehr komplexe Projekte. Was würdest du sagen – wie macht Zebralog komplexe Themen für dich oder für Bürger*innen verständlich?
Michi: Das gelingt erstaunlich gut. Es steckt viel Arbeit darin, Themen so herunterzubrechen, dass sie visuell und sprachlich erfassbar sind. Und es braucht Menschen, die wirklich vermitteln wollen. Nicht in allen Planungen kann viel beteiligt werden. Da geht es dann auch darum, dass Menschen besser verstehen können, wieso eben so geplant wird. Ich habe vorher in einem Büro für Stadtentwicklung gearbeitet. Da ging es oft ums Verteidigen der eigenen Arbeitsergebnisse. Bei Zebralog geht es ums Übersetzen und darum Neutralität zu wahren.
„Wir vermitteln zwischen den verschiedenen Standpunkten und Perspektiven auf Planung – das ist die eigentliche Stärke von Beteiligung.“
Wenn deine ersten 100 Tage eine Schlagzeile in der Zeitung wären – wie würde sie lauten?
Michi: Headlines sind nicht so meine Stärke, aber am ehesten
„Mit Spaß und Energie Beteiligung durchführen“
Unser Büroalltag lebt ja nicht nur von Projekten und Kunden, sondern auch mit den anderen Zebras hier. Welcher Kaffee- oder Büro-Moment ist dir bisher am stärksten im Gedächtnis geblieben?
Michi: Kein einzelner – eher das große Ganze.
„Es ist ein permanentes Highlight, dass wir intern das leben, was wir nach außen verkaufen: ehrliche, transparente und wertschätzende Kommunikation.“
Das spürt man bei jedem Kaffee, in jeder Mittagspause und auch dazwischen: wir passen gut aufeinander auf und das ist sehr viel wert.
Was willst du noch loswerden, wonach ich nicht gefragt habe?
Michi: Ich finde es schön, dass man vom ersten Tag an Verantwortung übernehmen darf – und dass das mit Familie gut vereinbar ist. Ich konnte von Anfang an mittendrin sein und habe Gestaltungsspielräume bekommen. Natürlich wird von mir Flexibilität erwartet, aber das wirkt eben auch in die andere Richtung und ich kann mich für meine Familiensituation auch auf Flexibilität der Firma und der Kolleg*innen verlassen.
„Als Elternteil, das mehr Care-Arbeit leistet, war ich überrascht, wie flexibel das hier läuft. Das war vorher meine größte Sorge.“
Elena – „Engagiert, vielfältig, manchmal auch aktivistisch“
Eines unserer Mottos ist: „Ehrliche Beratung schafft Vertrauen.“ – Gab es für dich schon eine Situation, in der du diesen Anspruch konkret gespürt hast?
Elena: Ja, das passiert tatsächlich oft. Wir haben die Freiheit, Kund*innen ehrlich zu sagen, wenn wir etwas anders sehen. Es ist wichtig, dass wir hinterfragen und unsere Perspektive einbringen.
„Wir setzen nicht einfach alles um, sondern begründen, warum wir manches anders machen – und das schätzen unsere Kund*innen.“
Das schafft Vertrauen und zeigt, dass Beratung mehr ist als Dienstleistung. So können wir auch inhaltlich hinter den Themen stehen.
Beteiligung entfaltet nur Wirkung, wenn sie Entscheidungen verändert oder trägt. Welche Momente in Projekten oder im Team haben dir gezeigt, dass das hier ernst gemeint ist?
Elena: Ich arbeite aktuell an einem Projekt, in dem es starke Ja- und Nein-Positionen gibt. Hier sehe ich das Potenzial unserer Arbeit: Unsere Aufgabe ist es Verständnis zu schaffen. Stadtverwaltungen blicken anders auf Transformationsprojekte, als die Stadtgesellschaft es tut. Unser Beteiligungskonzept hat zum Ziel beide Perspektiven transparent zu machen.
„Wenn Menschen verstehen, warum eine Stadt ein Projekt braucht, ändert sich oft der Blick – auch wenn man nicht zustimmt.“
Das ist für mich der Kern: In den Dialog gehen, den Beteiligungsspielraum transparent machen und die Möglichkeit für ein Vorhaben, sich in alle Richtungen zu entwickeln, weil sich auch die Meinungen verändern können.
Welche kleine Alltagsroutine im Büro hat sich für dich als unerwartet wichtig erwiesen?
Elena: Mittagspause!
„Wir essen immer gemeinsam – niemand macht einfach Pause, wann er will.“
Das klingt banal, ist aber ein wichtiger Moment am Tag, wenn alle zusammenkommen. Und ja, manchmal reden wir auch über Arbeit – das lässt sich nicht ganz vermeiden. Das zeigt ja auch, dass unsere Projekte uns beschäftigen.
Wenn du die anderen Zebras in einem Satz beschreiben müsstest – was würdest du sagen, nach 100 Tagen?
Elena: Engagiert, “multitaskend” und vielfältig. Oft auch aktivistisch – auch mal Zebralog selbst gegenüber.
„Wir wollen nicht nur Projekte verändern, sondern auch uns selbst als Organisation.“
Stell dir vor, deine ersten 100 Tage wären ein Filmplakat – wie sähe der Titel aus?
Elena: Ich war in vielen verschiedenen Projekten, mit vielen verschiedenen Aufgaben – das wäre ein Bild mit vielen Details, auf dem man einiges entdecken könnte.
„Ein buntes Wimmelbild!“
Sehr bunt und kleinteilig, weil mein Alltag hier sehr vielfältig ist. Ich glaube das wäre auch cool für mich das alles mal aufzuzeichnen und zu sehen, was für Projekte wir eigentlich gleichzeitig am Laufen haben.
Was möchtest du erzählen, wonach ich nicht gefragt habe?
Elena: Ich finde beeindruckend, wie engagiert wir alle sind. Wir haben die Möglichkeit unseren Arbeitsplatz selbst zu gestalten.
„Hier wird sich nicht beschwert, um sich zu beschweren, sondern um Dinge besser zu machen – intern wie extern.“
Wir haben im Fachbereich Stadt- und Regionalentwicklung schöne Projekte mit der Möglichkeit den Alltag der Menschen zu verbessern. Ich mag, dass wir viele öffentliche Auftraggeber haben.
„Wir sorgen nicht für mehr Konsum, sondern für mehr Lebensqualität in Städten. Das ist ein gutes Gefühl.“
Was bleibt und was kommt
Beide Gespräche zeigen: Unsere neuen Kolleg*innen haben in kurzer Zeit nicht nur ihre Aufgaben gefunden, sondern auch gespürt, was Zebralog ausmacht. Haltung, Wirkung und Dialog. Michi und Elena bringen zwei Perspektiven mit, die sich ergänzen: die Leidenschaft fürs Vermitteln und das Bewusstsein für Veränderung. Die ersten 100 Tage sind damit nur der Anfang. Wir freuen uns auf viele weitere mit Spaß, Energie und ehrlicher Beratung. Und persönlich mit den kleinen Routinen, Schlagzeilen oder humorvollen Momenten, die unsere Arbeit so besonders machen