Vielfalt bewegt Frankfurt

Vielfalt bewegt Frankfurt Bürgerbeteiligung zum Integrationskonzept

Integration geht uns alle an. Die Stadt Frankfurt am Main hat einen Entwurf für ein neues Integrationskonzept erarbeitet und diskutierte ihn mit seinen Bürgerinnen und Bürgern. Die Frankfurter konnten, erstmalig in Deutschland, online die Integrationspolitik mitgestalten, Themen für die künftige Integrationspolitik vorschlagen und bewerten. Häufig genannte Handlungsfelder und Ideen wurden dann in der folgenden Online-Diskussion vertieft. Auf einer „Karte der Vielfalt“ konnten darüber hinaus Begegnungsmöglichkeiten, Probleme und nützliche Adressen im Stadtgebiet ‚verortet‘ werden. 
Vom 5. Oktober 2009 bis 19. Februar 2010 fand dieser öffentliche Online-Dialog statt. Alle interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in drei Dialogphasen ihre Ideen und Erfahrungen zum Integrationskonzept einbringen.

Inzwischen ist eine Online-Community von 1.100 registrierten Teilnehmern entstanden. Mehr als 45.000 Besucher haben sich über das neue Integrationskonzept informiert und rund 800 Beiträge verfasst. Weiterhin kann sich jeder kontinuierlich im Netz über die Inhalte des Integrationskonzeptes, die aktuellen Ereignisse, Veranstaltungen und Ergebnisse informieren. 
Aber nicht nur über das Internet, sondern auch auf öffentlichen Veranstaltungen wurden die Bürgerinnen und Bürger Frankfurts über Inhalte des Konzeptentwurfs informiert. Fachleute aus der Verwaltung und von anderen Institutionen haben in gemeinsamen Arbeitsgruppen getagt. Ein breiter und stadtweiter öffentlicher Dialog über Integration ist entstanden.
Die Ergebnisse wurden durch das Moderationsteam ausgewertet, zusammenfassend dargestellt und öffentlich auf Veranstaltungen und in den politischen Gremien vorgestellt.

In der Folge ist das „Integrations- und Diversitätskonzept für Stadt, Politik und Verwaltung“ entstanden, dass vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main im Juni 2010 und mit sehr großer Mehrheit und unter großem öffentlichen Interesse im September 2010 auch von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet wurde.
Das neue Integrationskonzept umfasst 62 Seiten und stellt die Grundsätze, Leitlinien und Umsetzung künftiger Frankfurter Integrationspolitik in den Mittelpunkt.
Die verantwortliche Integrationsdezernentin Dr. Eskandari-Grünberg hält in ihrem Fazit den Wert des partizipativen Vorgehens fest: „Jeder Leser [des Integrationskonzeptes] wird feststellen: Wir haben die vielen Anregungen sorgfältig sortiert, ausgewertet und in das Integrationskonzept eingearbeitet. Dieses Konzept ist eine Selbstverpflichtung der Politik und eine klare Orientierung für alle Verwaltungsstellen.“

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