Bürgerbeteiligung beim World Café

Begegnungszone Maaßenstraße Bürgerbeteiligung im Kiez

Das Modellprojekt „Berliner Begegnungszonen“ ist ein Teil der 2011 vom Land Berlin beschlossenen Fußverkehrsstrategie. In den geplanten Begegnungszonen sollen die Straßen baulich umgestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und das zu Fuß gehen insgesamt einfacher und sicherer zu machen.
In der Schöneberger Maaßenstraße wird die erste Begegnungszone realisiert. Die breite Beteiligung des Kiezes sollte dem Modellprojekt gerecht werden. Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmende wurden frühzeitig in die Verkehrsplanungen eingebunden. Unter begegnungszonen.berlin.de haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Online-Dialogplattform verfügbar gemacht. Zebralog hat diese Plattform konzipiert, technisch umgesetzt, moderiert und ausgewertet.

Leicher Einstieg

Ein kurzes Video ermöglichte den Besucherinnen und Besuchern einen leicht verständlichen Einstieg in das Projekt und dessen Zielsetzung. Im Mittelpunkt standen die Diskussion zur zukünftigen Straßenaufteilung, der Nutzung frei werdender Flächen und die Kennzeichnung der Ein- und Ausfahrbereiche der Begegnungszone. Die Teilnehmenden konnten außerdem in einer Umfrage eigene Vorschläge zu Symbolen und Bezeichnungen für eine Begegnungszone machen, um solchen Verkehrsbereichen für die Zukunft einen Wiedererkennungswert zu geben.

Crossmedial: Online-Dialog und Bürgerversammlungen

Die Komplexität eines solchen Verkehrsplanungsprojekts für die beteiligungswilligen Bürgerinnen und Bürger verständlich zu machen, war bei diesem Projekt eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund wurde eine strategische Verzahnung zwischen dem Online-Dialog und zwei Bürgerversammlungen vorgenommen. Während in der Online-Phase gezielt zu bereits vorliegenden Planungsentwürfen diskutiert wurde, wählte man während deines World Cafés einen offeneren Ansatz. Auf großen Lageplänen der Maaßenstraße konnten die Teilnehmenden ganz konkret ihre Hinweise und Vorschläge kennzeichnen. Außerdem demonstrierte ein Team der Freiraumplaner Breimann & Bruun verschiedene 3D-Simulationen der zukünftigen Maaßenstraße, die während der Bürgerversammlung erstellt und in denen Anregungen der Anwesenden spontan aufgegriffen wurden. In enger Zusammenarbeit mit dem für das Projekt zuständige Planungsbüro LK Argus wurden die Teilnehmenden außerdem über die Möglichkeiten und Grenzen der Umbaumaßnahmen informiert.   
Ergänzend zum Online- und Offline-Dialog hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in gesonderten Formaten auch Kindern und Jugendliche beteiligt sowie die  Interessenverbände behinderter Menschen einbezogen.
Durch die verschiedenen Beteiligungsformate wurden die breit gefächerten Positionen innerhalb des Kiezes sichtbar. Die Argumente und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden auf rechtliche und bauliche Machbarkeit geprüft und entsprechend in den Planungen einbezogen.