Biotechnologische Innovationen

Welche Innovationen kommen nach Corona? Die Hightech-Strategie der Bundesregierung wird digital - und wichtiger denn je

Etablierte und neue Akteure aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenbringen, Impulsvorträgen lauschen, Förderstrategien diskutieren, ko-kreativ Prototypen entwickeln, Teststrecken vor Ort besuchen. Es gab viele Ideen für die Umsetzung der Regionaldialoge zur Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung. In der Zeit von Juni bis September 2020 sollten an sieben verschiedenen Standorten in ganz Deutschland ausgewählte Innovationsthemen der Strategie diskutiert werden. Von Karlsruhe über die Lausitz bis Bremerhaven, vom autonomen Fahren über KI in der Landwirtschaft zu Kreislaufwirtschaft und Open Science – das Themenspektrum war breit gefächert und mit den Besonderheiten der jeweiligen Region verknüpft. So stand das Beteiligungsteam aus Zebralog und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in den Startlöchern.

Innovationsdynamik erhöhen

Doch dann kam Corona! Nach der ersten Phase der Pandemie mit Lockdown und Schulschließungen richtete sich der Blick aber schnell wieder nach vorn. Denn die Hightech-Strategie 2025 wird mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit Deutschlands wichtiger denn je. Sie ist die aktuelle Forschungs- und Innovationsstrategie der Bundesregierung. Mit ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung sollen die Innovationsdynamik in Deutschland erhöht und neue Impulse für die drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen entwickelt und umgesetzt werden. Und so war sich das federführende Bundesministerium für Bildung und Forschung einig: Der ambitionierte Zeitplan soll gehalten werden! Alle Akteure sollen nach wie vor umfassend beteiligt werden. Und da es sich um einen Pilotprozess handelt, dürfen auch gerne neue Formate ausprobiert werden. 

Konzeptionstreffen zur Hightech-Strategie im Zebralog-Büro
Konzeptionstreffen zur Hightech-Strategie im Zebralog-Büro

Also planen wir um.

Schließlich haben die letzten Monate gezeigt, dass sich Präsenzveranstaltungen wunderbar digitalisieren lassen. Tele-Yoga-Stunden, Online-Parteitage, Kleingruppen via Break-Out-Sessions – geht alles. Auch Zebralog hat viele gute Erfahrungen mit digitalen Events gemacht. In der Vorbereitung sehen wir sogar viele Vorteile der „neuen“ Regionaldialoge: geringerer Aufwand und Zeitersparnis durch die fehlende Anreise für die Teilnehmenden, eher kurze und sequenzielle Beteiligungsmöglichkeiten und schließlich eine größere Flexibilität. Gleichzeitig behalten wir unsere Kern-Arbeitsmethode der „Appreciative Inquiries“ bei. Nur anders als geplant. 

Erster Pilotdialog als digitale Akteurskonferenz

Mitte Juni wird der erste Pilot-Regionaldialog (Arbeitstitel weiterhin: „in Frankfurt“) zum Thema „Flexible Wissenschaftskarrieren“ als Online-Akteurskonferenz starten. Wir sind gespannt und freuen uns neue Methoden und Formate auszuprobieren. Welche Ideen und Hinweise, vielleicht auch geprägt durch die Corona-Zeit, können die Hightech-Strategie weiterentwickeln? Bleiben wir neugierig.