Regionaldialog zur Hightech-Strategie

So könnte Deutschlands innovative Zukunft aussehen 

Wissenschaftskarrieren flexibilisieren, offene Wissenschaft fördern, nachhaltige Mobilität vorantreiben: Um eine Vielfalt an Perspektiven und Expertise bei der Weiterentwicklung der Hightech-Strategie 2025, der Innovations- und Forschungsstrategie Deutschlands, einzubeziehen, finden diesen Sommer sieben Regionaldialoge in ganz Deutschland statt. Wenngleich Beteiligung immer und vor allem auch vom persönlichen Austausch lebt, hieß es pandemiebedingt jedoch: Dialog geht auch digital. Und das innerhalb kürzester Zeit. Rund die Hälfte der Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt und werden nun ausgewertet: eine Zwischenbilanz.

Von flexiblen Wissenschaftskarrieren zur nachhaltigen urbanen Mobilität

Auf die jeweilige Region zugeschnitten, widmet sich jeder der Regionaldialoge einem anderen Schwerpunktthema. Während zum Beispiel in Frankfurt am Main die Frage nach der Flexibilisierung von Wissenschaftskarrieren gestellt wurde und in Berlin zum Austausch über Möglichkeiten zur Förderung einer offenen Wissenschaftspraxis eingeladen hat, stand der Regionaldialog Karlsruhe unter dem Motto „Nachhaltige urbane Mobilität – Stadtquartiere gemeinsam neu denken“
In jedem Regionaldialog sind Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Expertinnen und Experten eingeladen, sich aktiv in den Austausch einzubringen – und das über die Akteurskonferenz selbst hinaus auch im Rahmen von begleitenden Online-Diskussionen auf www.mitmachen-hts.de.
Die Themen sind mit Vertreterinnen und Vertretern des Hightech-Forums, dem Expertengremium der Hightech-Strategie, entwickelt. Denn jeder Regionaldialog wird thematisch von einem Mitglied dieses Beratungsgremiums der Bundesregierung begleitet und durch die Unterstützung von Regionalpartnern wissenschaftlich und in der Praxis verankert. So werden komplexe Themen wie Bio-IT in der Gesundheit und Künstliche Intelligenz in der Land- und Forstwirtschaft auch für Bürgerinnen und Bürger oder Schülerinnen und Schüler greifbar gemacht.

So stellen sich Teilnehmende Deutschlands Zukunft innovativ vor

Wenn es nach dem Großteil der Teilnehmenden in Frankfurt und Berlin geht, sollten Flexibilisierung und Öffnung der Wissenschaft gefördert und vermehrt Räume für Austausch geschaffen werden, um Deutschland als Innovationsstandort zu stärken.
Im Deutschland der Zukunft gäbe es mehr Netzwerke und Mentoringprogramme, welche flexibles Arbeiten in der Wissenschaft unterstützen würden. Inter-institutionelle Anerkennung sowie neue Vertragsformen wären Standard, um einen reibungslosen -Personaltransfer zwischen den Sektoren zu ermöglichen. Die derzeit bestehenden Grenzen zwischen Wissenschaft und Praxis wären weniger starr, denn der Austausch zwischen Privatwirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Non-Profit-Sektor wäre ausgebaut und alltäglich.

Die Wissenschaft würde aber nicht nur flexibilisiert werden, sondern auch die Grenzen zwischen Wissenschaft und Bürgerinnen und Bürgern wären niedrigschwelliger – so sehen es die Visionen der Teilnehmenden des Regionaldialogs Berlin. Wissenschaftliche Informationen wären leichter zugänglich und verständlicher verarbeitet und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würden Mitmach-Möglichkeiten der Zivilgesellschaft eröffnen. Bürgerinnen und Bürger hätten Zugang zu barrierefreien, interaktiven und hybriden Austauschräumen, in denen Wissenschaft verständlich dargestellt wird und aktiv mitgeforscht werden kann. Um dies zu verankern, gäbe es verbindliche Richtlinien zur Förderung einer offenen Wissenschaftskultur.

Ein vernetztes und zukunftsfähiges Deutschland braucht nachhaltige Mobilitätsformen – und zu diesen haben sich Anwohnerinnen und Anwohner der Oststadt Karlsruhes am Beispiel des eigenen Wohnorts mit Politik, Wissenschaft und Verwaltung praktisch und greifbar ausgetauscht. Wie könnte autonomes Fahren flexibel und bedarfsorientiert gestaltet werden? Wie könnten Mobilitätskonzepte die Stadt- und Quartiergestaltung verbessern? Könnten dezentrale Logistikangebote mit automatisierten Koordinierungsstrukturen verbunden werden? Könnte Technologie Platz im öffentlichen Raum freimachen und wie könnte diesem Raum gestaltet werden?
Weitere Regionaldialoge zu den Themen Beteiligung im ländlichen Raum, Bio-IT für die Gesundheit, Künstliche Intelligenz in der Land- und Forstwirtschaft sowie Nachhaltige urbane Wertschöpfungsketten werden in den nächsten Wochen folgen. Wir freuen uns und sind gespannt auf weitere innovative Ideen für ein Deutschland der Zukunft.

Weitere Informationen zu allen Regionaldialogen finden Interessierte weiterhin auf dem Beteiligungsportal zur Hightech-Strategie. 

Themenfeld

  • Wissenschaft und Forschung