Ideen auf einer Karte zeigen

Aufbruchstimmung in Eimsbüttel Mit Bürger*innenbeteiligung den Klimafahrplan voranbringen

Eimsbüttel packt den Klimaschutz an! Der Hamburger Bezirk möchte kurz-, mittel- und langfristig Maßnahmen zur CO2-Einsparung strukturell verankern, um bis 2030 vollständig klimaneutral sein. Durch einen Klimafahrplan soll Verbindlichkeit hergestellt sowie Prioritäten und Zuständigkeiten festgelegt werden.  

Welche Maßnahmen und Vorhaben dabei an oberster Stelle stehen sollen, entscheiden die Menschen aus Eimsbüttel mit. Denn die Eimsbütteler*innen wissen nun mal am besten, wo und wie es in ihrem Bezirk klimatechnisch noch etwas zu tun gibt.  

#UnserKlimaEimsbüttel 
 

Im Rahmen ganz unterschiedlicher Aktionen hatten Bürger*innen die Möglichkeit, sich den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit anzunähern und Vorschläge in Bezug auf ihren Bezirk einzubringen: Gestartet ist das Projekt #UnserKlimaEimsbüttel mit der Erweiterung des engagierten lokalen Netzwerkes. Hier hatten Initiativen die Chance, sich den Menschen des Stadtteils vorzustellen. Zu einem Klima-Barcamp im April kamen bereits über 150 Menschen zusammen, die sich die Vorträge des Bezirksamtes und der rund 27 Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen aus Eimsbüttel anhörten. Danach gab es rege Diskussion unter den Teilnehmenden.  

Ideen für den Kiez

Weiter ging es mit einer Online-Beteiligung: Wie können wir unseren Bezirk Eimsbüttel in Zukunft klimafreundlich gestalten? Dort konnten die Bürger*innen ihre Ideen und Vorschläge direkt auf einer Karte verorten. Bedarfe und Potenziale sind so gut sichtbar geworden.  

Challenge accepted 
 

Auch die Eimsbütteler Schüler*innen wurden angesprochen - und zwar mit verschiedenen Challenges. Zum Beispiel die, Challenge ,,Radel Mal!‘‘. Das Ziel hierbei ist es 10-Mal im Monat das Fahrrad für Strecken zu benutzen, für die normalerweise Auto gefahren wird. Auch Challenges wie die ,,Online Tauschparty‘‘, bei der unter Freund*innen Anziehsachen getauscht werden, sollen die Eimsbütteler Kinder und Jugendlichen dazu anregen, sich dem Klimaschutz spielerisch und kreativ anzunähern und sich auch über das Projekt hinaus eine nachhaltige Lebensweisen anzueignen. 

Ob lokal oder digital – auf jeden Fall persönlich 
 

#UnserKlimaEimsbüttel gipfelte Anfang August in einer aufsuchenden Beteiligung. Mit einem Lastenrad wurden Ideen in den neun Stadtteilen des Bezirks gesammelt. Begleitet wurden die sogenannten Klima-Kioske durch einen Ideen-Wettbewerb, der zusätzlich online stattfand. In Form von Bildern, Collagen, Videos oder Zeichnungen konnten Kinder und Jugendliche ihre Ideen für ein klimafreundliches und nachhaltiges Eimsbüttel einreichen. Die Ideen und Visionen wurden aber nicht nur ausgewertet und anschließend dem Bezirksamt überreicht, die besten sind zusätzlich mit einem Preisgeld ausgezeichnet und der Lokalpolitik vorgestellt worden: im Rahmen der Hamburger Klimawoche mit einem #KlimaForum am 24. September. Dort wurden dann auch die Ergebnisse der gesamten Beteiligung feierlich präsentiert und diskutiert.  

Und damit die Ergebnisse dann in die Arbeit von Verwaltung und Politik einfließen können, wurden zwei Klimawerkstätten durchgeführt: Dort wurden die von den Bürger*innen und dem Bezirksamt entwickelten Klimaschutzmaßnahmen mit Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik diskutiert und so weiterentwickelt, dass sie in den Klimafahrplan einfließen können. 

#UnserKlimaEimsbuettel hat so durch seine vielfältigen Beteiligungsangebote eine Fülle von Ideen hervorgebracht, die den Klimaschutz auf unterschiedlichen Ebenen vorantreiben werden. Von Urban-Gardening, Entsiegelung, über Radwegeausbau, Insektenhotels oder alternative Energiegewinnung - Eimsbüttel hat viele Ansätze gefunden und hat sich aufgemacht in Richtung Klimaschutz.