Dialogmarkt in Freiburg - Bürger*innen im Gespräch mit den Planungsbüros (Quelle: Stadt Freiburg)

Dialogmärkte im Stadtteil Mooswald Dialog zur zukünftigen Gestaltung des Freiburger Mooswalds

In einem mehrschrittigen Beteiligungsverfahren erarbeitete die Stadt Freiburg ein städtebauliches Rahmenkonzept für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils Mooswald. Dafür wurden vier Planungsbüros aufgefordert, Konzeptideen für Mooswald zu entwickeln. Im Fokus standen dabei die Themen Wohnen, Arbeiten, Mobilität und attraktive Grünflächen sowie öffentliche Räume und die Gestaltung der Stadtteilmitte.

Intensiver Dialog zwischen Planer*innen und Einwohner*innen

Der Bürgerdialog zum Stadtteil Mooswald wurde so konzipiert, dass die Rahmenkonzepte in einem intensiven Austausch zwischen den Einwohner*innen und den Planungsbüros Schritt für Schritt entwickelt wurden. Dafür standen unterschiedliche Formate zur Verfügung: Neben Workshops mit zentralen Akteuren und zufällig ausgewählten Bürger*innen aus Mooswald, einem Jugend-Hearing und einer Kinderbeteiligung, waren vor allem zwei Dialogmärkte ein wichtiger Baustein der Öffentlichkeitsbeteiligung.

Zebralog unterstützte die Stadt Freiburg bei der Feinkonzeption, Durchführung, Moderation und Dokumentation dieser offenen Dialogformate. Ziel der Dialogmärkte war es, Beteiligungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen aus dem Stadtteil zu bieten und miteinander zu verknüpfen.

Dialogangebot für unterschiedliche Zielgruppen

Auf dem ersten Dialogmarkt, der unter Zelten im Freien stattfand und als möglichst niedrigschwellige Veranstaltung konzipiert wurde, standen vor allem die vier Konzeptideen der Büros im Mittelpunkt. Auf dem Dialogmarkt gab es unterschiedliche Informations- und Beteiligungsstände:

  • Ein Beteiligungsstand für Kinder- und Jugendliche,
  • geführte Erkundungen durch den Stadtteil zusammen mit Planer*innen der Büros,
  • Beteiligungsbereiche, auf denen Bürger*innen ihre Hinweise zu den Konzeptideen auf Feedbackwände festhalten konnten,
  • ein Spielmobil für Kinder und
  • verschiedene Vorträge.

Das Bürgerfeedback zu den einzelnen Konzeptideen wurde anschließend dokumentiert und den Büros zur weiteren Überarbeitung ihrer Arbeiten übergeben.Anschließend wurden diese Arbeit von einer Bewertungskommission geprüft. Sie wählte schließlich eines der vier Konzepte als weitere Arbeitsgrundlage aus.

Auf dem zweiten Dialogmarkt stand deshalb vor allem dieses ausgewählte Rahmenkonzept im Zentrum – und das buchstäblich: Auf einem großen Modell in der Mitte des Veranstaltungsraums konnten die Marktbesucher*innen ihre Hinweise und Anmerkungen zum Konzept auf Fähnchen festhalten und dabei mit den Planer*innen ins Gespräch kommen.

Den Abschluss beider Dialogmärkte bildete jeweils ein Informationsabend, auf dem die Planer*innen, Bürger*innen und Vertreter*innen der Stadt Freiburg die Eindrücke und Rückmeldungen des Tages gemeinsam bewerteten.