Testrunde für den Campact-Aufbruch | Bild: Campact

Aufbruch 2017!

Wie sich Bürgerinnen und Bürger erfolgreich auf den Wahlkampf vorbereiten


Miteinander sprechen! Sich austauschen, nicht den Immerlauten das Feld überlassen, anderen zuhören – das macht eine gute politische Kultur aus. Diese Erkenntnis wird  nach den Diskussionen rund um die US-Wahl, den AfD-Aufstieg, den Brexit-Entscheid und die Flüchtlingsdebatte langsam wiederentdeckt. Mal wieder von Angesicht zu Angesicht zusammensitzen und ausloten, was wirklich wichtig ist. Was die politische Agenda bestimmen soll.

Campact hat diese Erkenntnis im Vorfeld der Bundestagswahl nun handfest und mit viel Engagement praktisch umgesetzt. Die Organisation versteht sich als Bürgerbewegung und engagiert sich mit fast 2 Millionen registrierten Nutzern für eine progressive Politik. Und wir bei Zebralog haben Campact beim „Aufbruch 2017“ beraten und Abläufe und Materialien mitentwickelt, die selbstorganisiertes Diskutieren von Tausenden Menschen in ganz Deutschland ermöglichten.

Gesprächsrunde beim Aufbruch 2017 von Campact | Bild: Campact

Dezentrale Diskussionen – mit einem gemeinsamen Ziel

Im Frühjahr rief Campact seine Mitglieder dazu auf, sich zum Diskutieren zu treffen – mit Freunden und Bekannten oder in öffentlichen Runden mit ihnen bisher Unbekannten. Im Mittelpunkt sollten diese Fragen stehen: „Vor welchen Herausforderungen steht unsere Gesellschaft? Und wie soll die neue Bundesregierung darauf antworten?“


Campact versorgte alle Interessierten dafür mit einem wunderbarem Care-Paket, das alles enthielt, was für die Diskussion benötigt wurde: darunter einen Ablaufplan mit  Leitfaden und Tipps für die Moderation, Plakate zum Festhalten der Ergebnisse und sogar die passenden Klebstreifen, um diese gut sichtbar zu befestigen. Auch sorgten die Campact-Macher dafür, auch Fremde in Diskussionsrunden zusammenzubringen

In Testrunden wurde das Konzept erprobt – und schließlich in die Gesellschaft „entlassen“. Tausende Menschen haben sich über den Sommer von dieser Idee verführen lassen und haben sich zum Diskutieren getroffen -  über gesellschaftliche Entwicklungen und nötige politische Schritte, in Wohnzimmern, Kneipen und auch an anderen Orten. 

Ergebnis dieser Gespräche sind viele geteilte und gemeinsam priorisierte Forderungen. Die vielen Ideen wurden in einem transparenten Prozess unter anderem durch eine Onlinebefragung, zu der alle Campact-Mitglieder eingeladen wurden -  zu 10 Forderungen verdichtet.

Uff! Toll! So viele politische Gespräche in so kurzer Zeit, alle mit einem Ziel! So viel geballtes Engagement, sich austauschen zu wollen, auch streiten und sich bestärken! Und am Ende ein transparent entstandenes, gut kommunizierbares Ergebnis. Da könnte sich so manche Mitgliederpartei eine Scheibe von abschneiden! Gratulation Campact!

 

10 Forderungen an die Politik - der "Kompass"


Wie weiter im Wahlkampf?

Der entstandene „Kompass 2017“ und die zugehörigen 10 politischen Forderungen sind erst ein Zwischenergebnis. Mit diesen 10 Forderungen und vielen Ideen, wie diese im Wahlkampf an die Menschen und insbesondere diejenigen, die zur Wahl stehen, gebracht werden können, will Campact den Wahlkampf aufmischen. Für die nächsten Wahlkampfwochen ermutigt die Organisation alle Teilnehmenden und Unterstützer dieses breiten Prozesses, die Ergebnisse weiterzutragen und die Diskussionen mit denjenigen fortzusetzen, die in den nächsten vier Jahren politisch verantwortlich sein werden. Mit den bisherigen Diskussionen im Gepäck fühlen sich hierfür hoffentlich viele Bürgerinnen und Bürger gerüstet für Gespräche mit den Kandidierenden!

Auf dass dem Wahlkampf die Müdigkeit, das „Weiter so!“ und die Langeweile zumindest in der Begegnung an den Wahlwerbeständen ausgetrieben werden!

Bildmaterial: Campact

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